Posts mit dem Label Sommer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Sommer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 19. August 2007

Fische, Pferde, Bagger

Es ist mir tatsächlich gelungen den Isofix-Chefsitz in meinem Auto zu montieren, obwohl ich danach das Gefühl hatte dieser Klapperatismus von einem Kindersitz hätte mit mehrere Finger zerquetscht. Egal, der folgende Ausflug zu Patentante Michaela hatte genügend Erlebnisse für den kleinen Chef parat für einen annähernd perfekten Sonntag. Moritz durfte die handzahmen Fische in Tante Michis Teich bekrabbeln, Pferde und Fohlen streicheln und als Krönung auf einem Bagger eine Runde über den Hof drehen. Was will man mehr.

Auf dem Heimweg mit kleinem Abstecher zur Omi hat der kleine Chef noch ausgiebig versucht, mich zur Raserei zu verleiten. Jedesmal, wenn wir hinter einem komatös dahinzockelnden älteren Verkehrsteilnehmer die Landschaft genießen durften kam vom Rücksitz die Aufforderung Gib Gas, gib Gaaaaaaaaaaas! Das kann ja heiter werden, wenn der junge Mann mal ein eigenes Fahrzeug steuern darf.

Dienstag, 17. Juli 2007

Endlich Sommer!

PoolEndlich ist der Sommer da! Wir haben praktisch das ganze Wochenende im Garten verbracht, wenn auch am Samstag teilweise mit Rasenmähen und Hecken ausschlachten. An dieser Stelle daher nochmal ein herzliches Dankeschön an Hartmut für seine spontane Unterstützung.

Ein ganz besonderes Dankeschön geht an den Opa und die von ihm angeführten Hilfstruppen. PoolEr hat es mit intensiven Einsatz möglich gemacht, dass der Pool mit einer nagelneuen Folie bereit war alle überhitzten Familienmitglieder abzukühlen.

Eis

Pool

Donnerstag, 14. Juni 2007

Papa versenken

Etwas spät hat der kleine Chef zusammen mit mir am Sonntag die Planschbeckensaison eröffnet. Ausgiebige Wasserschlacht mit "Papa versenken" und anschliessen ein Capri zur Entspannung.

Planschbecken

Planschbecken

Planschbecken

Planschbecken

Eis essen

Donnerstag, 10. Mai 2007

Urlaubsschnipsel

Vacanze al Lago di Como

Eis essen

Der kleine Chef sitzt auf meinen Schultern, wir sind auf dem Weg zur Piazza Duomo ein Eis essen, während die beste Ehefrau von allen, Tante Michi und Hartmut noch beim Mittagessen sind. Moritz findet es langweilig sitzen zu bleiben, wenn er satt ist und ich brauche dringend ein Pistazieneis. Nachdem ich ihn auf meine Schulter gehoben habe stelle ich die Routinefrage:

Moritz Papa: Alles OK da oben?

Moritz: Jjjjjjjjja!

Nach einigen Schritten kommt dann eine überraschende Frage zurück:

Moritz: Alles OK da unten?

Leider keine spontane Antwort von mir, ich war zu überrascht. Das gemeinsam verspeiste Pistazieneis hat aber wunderbar geschmeckt.

Spätzchen

Beim Frühstück im Innenhof des Hotels hat uns hartnäckig ein kleiner Spatz umschwirrt und sich mit kleinen Brotstückchen versorgen lassen. Der keine Chef war natürlich ganz fasziniert davon, ihm diese Brotstückchen zuzuwerfen. Leider konnten wir ihn nicht davon überzeugen, dass es eine ungeeignete Methode ist durch lautes Hallo Spätzchen-Gebrüll zu versuchen kleine Vögel anzulocken.

Schnute

Bei mehreren Personen am Frühstückstisch konnte es natürlich mal vorkommen, dass der kleine Chef von zwei Seiten gleichzeitig was zu essen angeboten bekam. Er hat sich dann darauf verlegt seine Ablehnung mancher Angebote mit einem lapidaren und entsprechend schwer verständlichen Nö Schnute voll zu verkünden.

Heimreise mit Zwischenstop

Vacanze al Lago di Como - Dienstag

Lago di ComoAm Dienstagvormittag war der Kurzurlaub am Comer See leider schon zu Ende. Nach einem Abschiedbesuch in der Lieblingspasticceria haben wir uns auf den Heimweg gemacht.

Nach wenigen Kilometern, noch vor der Grenze in die Schweiz, haben wir noch den schon bei den Anreise eingeplanten Kurzbesuch im Bennet Ipermercato absolviert. Der Rücksitz neben dem kleinen Chef war einfach zu leer, da mussten ein paar Tüten hin. Also haben wir jede Menge ganz normaler Sachen gekauft, die es zu Hause entweder garnicht oder nur mit exorbitantem Italienzuschlag zu kaufen gibt.

Die eigentliche Rückfahrt verlief genauso problemlos wie die Anreise, natürlich war wieder an jeder Ecke ein groooosser Kraan zu sehen . Gut zu wissen, dass der kleine Chef halbwegs autoreistauglich ist, das verlangt nach Wiederholung.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Zu Wasser und zu Lande

Vacanze al Lago di Come - Montag

ComoDer Montag stand ganz im Zeichen verschiedener Abenteuer. Schon um acht Uhr hatte es Hartmut tatsächlich geschafft mich zum Joggen zu überreden. Ein kleiner Lauf vom Hotel zum Tempio Voltiano und über die Hafenmole war genau das Richtige nach dem guten Essen der vergangenen Tage.

Die wirklichen Abenteuer für den kleinen Chef waren dann für den Nachmittag eingeplant. Das erste war eine Fahrt mit dem Fischboot nach Cernobbio. Auf der Hinfahrt war es noch der gleiche Schiffstyp wie am Lago Maggiore, aber auf der Rückfahrt sind wir dann mit dem kleinsten Boot gefahren, das die Navigazione Laghi im Einsatz haben. AusflugGerade mal 100 Leute haben Platz. Es hat kräftig geschaukelt und der Fahrtwind hat Moritz um die Nase geweht.

Zurück in Como sind wir direkt im Anschluß hinüber zur Talstation der Funicolare gegangen zum nächsten Abenteuer. Zug faahrn Zug faahrn. Die Begeisterung des kleinen Chefs kannte keine Grenzen. Als wir in Brunate angekommen waren und nicht sofort zurückfahren wollten hat er kurzzeitig die Contenance verloren. Funicolare BrunateErst als wir zur Rückfahrt wieder in die Seilbahn eingestiegen waren, war die Begeisterung zurück. Zurück in der Talstation in Como saß der kleine Chef auf meinen Schulter und sagte ganz zufrieden nur noch Moritz iss Zug gfahren Moritz iss Zug gfahren.

Am Abend haben wir den Geburtstag von Hartmut mit einem ausgiebigen Abendessen im Restaurant vom Samstag gefeiert und den Tag angemessen beendet.

Dienstag, 8. Mai 2007

Kapputschiiino

Vacanze al Lago di Como - Sonntagabend

Der Versuch eine Pizzeria zu finden, die schon um achzehn Uhr bereit war dem kleinen Chef eine Pizza anzubieten war etwas schwierig, aber am Ende doch von Erfolg gekrönt. Zugegeben, achzehn Uhr ist in Italien eine eher absurde Zeit für das Abendessen, aber es war dringend notwendig, dass Moritz mal etwas früher ins Bett kommt. Der kleine Chef hat mit seinem Charme und dem hartnäckig geäusserten Wunsch nach Kapputschiiino den Chef der Pizzeria schnell auf seine Seite gebracht. Bei jedem Besuch an unserem Tisch hat Moritz seinen Wunsch mit einem breiten Grinsen wiederholt, bis er schliesslich zum Nachtisch eine große Tasse Milchschaum bekommen hat. Alles in Allem hervorragende Pizza, wunderbarer Nachtisch und viel Spaß für uns.

Weniger angenehm für Gäste und Personal war eine Horde Gruppe Russen, die offenbar mit dem Vorsatz angereist war, alle negativen Klischees zu bestätigen, die so im Umlauf sind. Die Kellner wurden alle paar Minuten mit einem lauten Chääää! an den Tisch kommandiert, um dann Bestellungen wie We want WINE and taste yourrr cheeeeese entgegen zu nehmen. Die Frage des Kellners, ob auch Wasser gewünscht sie, wurde nur aggressiv mit WE WANT WINE! kommentiert. Erfreulicherweise war der Spuk nach einer dreiviertel Stunde Geknabber der Damen an etwas Mozzarella und drei Flaschen of this Rrrossso di Montschepultano whatever! für alle überstanden.

Sonntag, 6. Mai 2007

Castel Baradello

Vacanze al Lago di Como - Sonntag

FrühstückDas Frühstück am Sonntag war wieder vom hartnäckigen Wunsch des kleine Chefs nach Käääse Käääse bestimmt. Beim Betreten des Frühstücksraumes ist Moritz wie ein geölter Blitz zum Buffet geflitzt und war erst zufrieden, als er eine Käseecke stibitzt hatte. Nach dem Frühstück sind wir zu einem Ausflug zum Castel Baradello, einer Burgruine auf einem Hügel über Como aufgebrochen

Selbstverständlich habe ich mich auf dem Weg dorthin verfahren, weil ich einen dieser schleichenden Riesenscooter überholt und dabei eine Abzweigung verpasst habe. Ein passend schmales und kurvenreiches Sträßchen führt nach dieser Abzweigung, wenn man sie dann erwischt hat, den Hügel hinauf, auf dem ein gutes Stück unter dem Gipfel eine Schranke die Weiterfahrt verhindert. Castel BaradelloDas Auto haben wir wie einige andere auch etwa fünf Zentimeter von einer Mauer entfernt so geparkt, dass gerade noch Platz für die Durchfahrt eines anderen Autos war.

Wir sind natürlich nicht auf der Schotterstraße weitergegangen, sondern haben einen Fußweg direkt durch den Wald genommen. Schließlich stand auf dem Wegweiser "Castel Baradello 20 Min diretta". Es kam wie es kommen musste, der Weg war ein Trampelpfad, der in unzähligen Serpentinen durch den Wald nach oben führte. Dem Bewuchs nach zu schließen war außer uns in den letzten Jahren niemand auf die Idee gekommen diesen Weg zu nehmen.

ComoAuf dem Hügelrücken neben der Burgruine ist zum Glück eine kleine Bar, die Getränke und dergleichen verkauft. So wurden wir zum Ausgleich auf der Wiese im früheren Burghof nicht nur mit einer wunderschönen Aussicht und einer Flasche Wasser, sondern auch mit einer Dose gut gekühltem Moretti entschädigt. Der kleine Chef war natürlich ganz aus dem Häuschen, er hatte extra einen Body angezogen auf den vorne ein Ritter, Ritter Kunibert der Kahle vom Taubenschlag um genau zu sein, aufgedruckt ist. Zurück zum Auto sind wir dann natürlich auf der Straße gegangen, man lernt ja schließlich immer was dazu.

Freitag, 4. Mai 2007

Passeggiata e shopping

Vacanze al Lago di Como - Samstag

Entgegen unserer Befürchtungen hat der kleine Chef in seiner ersten Nacht im Hotel nicht nur gut, sondern sogar durchgeschlafen. Das Frühstück am Samstag morgen war für ein italienisches Hotel überraschend gut. Moritz hat sich sofort auf kleine Schmelzkäseteile von Bel Paese festgelegt. Käääse Käääse, am liebsten direkt abbeissen, nachdem man das Käseteil etwas zerknautscht hat. Pasticceria AidaTrotzdem war der erste Weg nach dem Frühstück in eine Pasticceria. Die Pasticceria Aida ist genau wie es sich gehört. Zwei Eingänge, innen dazwischen die Kasse, auf der linken Seite eine lange Theke mit Keksen und anderem Süßkram, auf der Theke die Tabletts mit den Brioche, gegenüber die Bar mit einer großen Fema Kaffeemaschine und allem was sonst noch so dazugehört. Moritz hat sofort mit dem Barista Freundschaft geschlossen, der ihn mit extra Keksen und Milchschaum versorgt hat. Nach einem Cappuccino für die Eltern und einem Spremuta für den kleine Chef haben wir dann einen ausgiebigen Stadtbummel gemacht. TretbooteAuf dem Rückweg zum Hotel haben natürlich noch alle großen und kleinen Schiffe Fischboote bis zu den Tretbooten besichtigt. Mit diesen Eindrücken hat Moritz dann einen ausgiebigen Mittagschlaf gemacht.

Nach dem Mittagschlaf sind wir ein Stück zurück in die Schweiz nach Mendrisio zu Foxtown zum Shopping gefahren. Natürlich war wieder an jeder Ecke ein grooosser Kran zu entdecken. In Foxtown sind Patentante Michi und Hartmut zu uns gestossen. Wir haben ausgiebig durch unzählige Shops durchstöbert und am Ende haben die Damen - wie überraschend - Schuhe gekauft. Zugegeben, der kleine Chef hat auch ein tolles Paar von Superga bekommen und ich hab einfach nichts gefunden.

Zurück in Como haben wir den Tag bei einem ausgiebigen Abendessen beendet (L'Angolo di Vino, sehr gutes Essen und grosse Weinregale). Der kleine Chef war mal wieder der zappelnde Mittelpunkt und wurde mit der in Italien in Restaurants oft anzutreffenden Aufmerksamkeit umsorgt.

Donnerstag, 3. Mai 2007

Pflichtermine nach der Ankunft

Vacanze al Lago di Como - Freitag

Nach der überstandenen Fahrt mit jeder Menge Kränen am Straßenrand und dem Einchecken im Hotel wollte natürlich kein Familienmitglied gleich ins Bett, am allerwenigstens der kleine Chef. Wir sind also noch eine kleine Runde durch Como gebummelt. Auf der Piazza Duomo haben wir einen Pflichttermin nach der Ankunft absolviert und den ersten Becher italienisches Eis gegessen. Die beste Ehefrau von allen hat schweren Herzens auf die eigentlich "vorgeschriebene" Sorte cioccolato verzichtet zu Gunsten von Pistacchio, der Lieblingssorte des kleinen Chefs. Es war wunderbar cremig mit kleinen Pistazienstückchen.

Auf der Piazza Cavour haben wir in einem Café mit Blick auf den See den Tag ausklingen lassen. Der kleine Chef hat sich den unvermeidlichen Pago Albicocca genehmigt, die beste Ehefrau von allen einen Caffè und für mich gab es ein kühles Nastro Azzuro.

Samstag, 28. April 2007

Gut angekommen

Die Abfahrt hat sich - kaum überraschend - doch noch etwas verzögert. Ich wollte die Gurte am Sitz des kleinen Chefs noch schnell vor der Abfahrt neu einstellen. Die Demontage aus dem Auto und das Einstellen der Gurte nahm etwa fünf Minuten in Anspruch. Die Montage des Sitzes im Auto dagegen etwa 50 Minuten und alle Nervenstränge, die ich zur Verfügung hatte. Moritz war abwechselnd verzweifelt, da er befürchtete Papa mache kaputt, oder er hat mich beraten und mit Umarmungen motiviert. Erst als dieser Kampf mit tückischen Technik überstanden war, ging es wirklich los.

Die Fahrt selbst war im Großen und Ganzen problemlos. Der kleine Chef hat bis Diepoldsau geschlafen. Nach einem Tankstop hat er einen kurzen Halt bei einer Gaststätte zum goldenen M zur Besorgung eines Happy Meals erzwungen. Zugegeben, es hat Bequemlichkeit über elterliche Konsequenz gesiegt, aber wer fährt schon gern an eine Grenzkontrolle in die Schweiz mit einem Pommes Pommes brüllenden Kind. Den Rest der Fahrt war Moritz über die Bautätigkeit in der Schweiz fasziniert. Anfangs hat er noch jeden Kran mit einem begeisterten grooosser Kran kommentiert, irgendwann war es dann etwas gelangweilt und reduzierte seine Kommentare auf ein lapidares nochn Kran.

Leider hat es zwischen San Bernadino und Lago di Lugano genieselt, also haben wir die geplante Brotzeit während der Fahrt gemacht. Kurz vor Chiasso gab es dann kein Halten mehr, Moritz hat sich - nach einer unvorsichtigen Bemerkung von mir, wir seien gleich da - an die Urlaubsvorbereitung erinnert. Fahre Italien Fahre Italien! Wir haben uns dann noch im Vorbeifahren davon überzeugt, dass der Bennet Ipermercato auch am ersten Mai offen hat, schließlich muss man ja auf der Rückfahrt noch einen kleinen Lebensmitteleinkauf einplanen. Noch eine kurze Fahrt am See entlang und durch Como, das Hotel war zum Glück leicht zu finden, und die Fahrt war ohne Schwierigkeiten überstanden.

Sonntag, 22. April 2007

Gartenarbeit

Rasen mähenDieses Jahr habe ich darauf verzichtet das erste Rasenmähen des Jahres so lange hinaus zu zögern bis das Gras kniehoch steht. Letzten Samstag war es soweit, zum ersten Mal rasenmähen dieses Jahr. Die Motivation war schon seit längerem in Vorfreude umgeschlagen durch das Weihnachtsgeschenk von Moritz Oma und Opa, ein Prachtstück von einem neuen Rasenmäher. Natürlich geht man so ein Vorhaben auch deutlich gelassener an, wenn man die Unterstützung des kleinen Chefs und seines eigenen Rasenmähers hat.

Rasen mähenWir sind das ganze dann systematisch angegangen. Der Papa mit dem großen Rasenmäher hat das grobe Zurückstutzen des Rasens übernommen, der kleine Chef hat danach die Feinarbeit erledigt. In kürzester Zeit hatten wir so alle Rasenflächen im Garten bearbeitet und konnten eine wohlverdiente Pause im Schatten geniessen. Selbstverständlich jeder mit einer eigenen Caprisonne, man will ja wiederholte Enttäuschungen vermeiden.

Rasen mähen

Freitag, 13. April 2007

Ciao Bello

Ausflug zum Shopping in die große Stadt - 2

nach der ersten Stärkung haben wir uns dann wirklich ins Vergnügen gestürzt und uns durch die nachmittäglichen Menschenmassen auf der Königstraße bis zu Zara durchgekämpft. Dabei waren wir sicher die einzigen Personen weit und breit, die ihre wahre Freude daran hatten, dass die Königstraße ein neues Pflaster bekommt. Allein sechs verschiedene Bagga konnte der kleine Chef auf dem Weg bewundern. Die Baumaschinen waren so günstig verteilt, dass wir an keiner lange stehenbleiben mussten. Es gab ja immer weiter vorne den nächsten Bagger zu sehen.

Bei Zara gab es dann echte Arbeitsteilung. Die beste Ehefrau von allen hat wirklich alle Regale der Kinderabteilung mit geschultem Blick durchforstet, während der kleine Chef die Kinderabteilung als Hindernisparcours genutzt hat. Tante Vroni und meine Wenigkeit haben sich zwischen Klamotten suchen und Moritz bespassen aufgeteilt. Zum krönenden Abschluss dann mein Einsatz mit einem enormen Berg Kinderbekleidung an der Kasse. Die beste Ehefrau von allen und Tante Vroni durften währenddessen einen Boxenstopp-Ringkampf mit Moritz durchstehen.

Bepackt mit einer riesigen Zara-Tüte war die nächste Pause notwendig, man war ja schliesslich nicht auf der Flucht. Also schnell die nächste Lavazza-Bar angesteuert und an einem gemütlichen Platz an der Sonne breitgemacht. Für die Erwachsenen gab es Espresso und Sanbitter, für Moritz ein Pago Ablicocca Aprikose. So hatten wir uns das jedenfalls vorgestellt. Der kleine Chef wollte aber doch lieber das Sanbitter seiner Mutter trinken. Wir haben ihn natürlich proberen lassen in der Hoffnung, er sei nur angezogen von der leuchtend roten Farbe. Ma Sai Com'è es hat ihm ganz offensichtlich geschmeckt und seine Mutter durfte dann Aprikosensaft trinken. Jetzt fehlt ihm nur noch eine lässige Sonnenbrille, man könnte ihm glatt ein lockeres Ciao Bello zurufen.

Montag, 2. April 2007

Kleiner Egoist

Kaum hatte ich den Beitrag über die ausgesuchte Höflichkeit, inspiriert durch einige alte Zeichentrickfilme veröffentlicht, wurden meine Illusionen wieder zerstört. Der kleine Chef und ich saßen im Garten auf der Treppe zum Goldfischteich. Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein habe ich ihm die erste Caprisonne des Jahres angestochen. Moritz durfte natürlich als erstes Trinken. Danach entspann sich ein längerer Dialog um die Frage, ob ich auch von der Caprisonne trinken darf.

Moritz Papa: Darf ich auch mal trinken

Moritz: Nein

Moritz Papa: Na komm, gib mir was ab von der Caprisonne

Moritz: Nein

Moritz Papa: Moritz man muss auch teilen, ausserdem hab ich Durst.

Moritz: Nein

.....

Der kleine Chef hat die Aussprache über Durst, das Teilen und die erste Caprisonne des Jahres dann mit den Worten beendet Papa kried niggs.

Natürlich habe ich mich damit nicht abspeisen lassen, aber der kleine Chef liess sich nicht erweichen. Kurz darauf ging ihm sein Vater, der auch in der in der Sonne sitzen und Caprisonne trinken wollte wohl zu sehr auf die Nerven. Er stand auf und setzte sich zwei Meter entfernt mit dem Rücken zu mir wieder hin mit den Worten setz mi woanders hin.

Und warum das alles, ganz einfach Hmmmm Schmeggd guud!