Inzwischen sind wir wieder in Baveno am Lago Maggiore zu unserem Zwischenstopp angekommen. Ein letzter Campari Soda fuer uns und ein Succo di Albicocca fuer den kleinen Chef an der bombastischen Hotelbar (der Barkeeper hat sich noch an ihn von seinem Besuch auf dem Hinweg erinnert). Morgen geht es ueber den San Bernardino zurueck nach Hause.
Samstag, 22. September 2007
Ultima giorno
Freitag war unser letzter Tag am Strand. Ein letztes Mal Lesen, in der Sonne liegen, im Sand buddeln, Wellen huepfen (ich schreibe den Beitrag mal wieder an einem PC mit englischer Tastatur), Fische gucken, Mittags Panino, Caprese und Moretti unterm Sonnenschirm, Gelato, Granita, Aperitivo an der Bar des Bagno........
Von Moritz Papa um 20:27
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Freitag, 21. September 2007
Torre Saraceno
Am Donnerstag haben wir teilweise getrenntes Programm gemacht. Der kleine Chef ist mit der besten Ehefrau von allen an den Strand gegangen um sich dem Sonnebaden zu widmen, während ich eine Wanderung durch die Berge zum Torre Saraceno, einem alten Wachturm gegen Piraten, am Punta Baffe gemacht habe. Schließlich muss der Ruf der Deutschen in Liguren, dass sie alle irgendwie spinnert durch die Berge rennen, anstatt wie ein vernünftiger Italiener ins Bagno an den Strand zu gehen gewahrt bleiben. Die atemberaubende Aussicht entlang der Küste war allerdings die Anstrengung mehr als Wert und einige wandernde Italiener habe ich auch getroffen.
Tramontana
Am Mittwoch hatten wir Tramontana, ein warmer Wind aus den Bergen, der neben strahlendem Sonnenschein und besonders blauem Wasser auch stärkeren Wellengang mit sich bringt. Also haben wir am Vormittag auf das Baden mit dem kleinen Chef verzichtet. Der kleine Chef hat fleissig die beste Ehefrau von allen beschäftigt (Sandburgen, Steine sammeln....), während ich versucht habe ein paar gute Fotos zu schiessen.
Mittwoch, 19. September 2007
Escursione
Das Wetter war am Dienstag immer noch diesig, deshalb haben wir einen Ausflug in die Toscana nach Pisa gemacht. Der einzige Besuch in Pisa vor einigen Jahren musste leider vorzeitig abgebrochen werden, daher hatten wir da noch einen Besuch auf dem Campo dei miracoli offen.
Der Auftrieb rund um den schiefen Turm ist natürlich ein ganz eigenes Abenteuer, vorausgesetzt man hat ein Faible für Menschenmassen. Amüsant sind vor allem die unzähligen Besucher, die alle das klassische Ich-stütze-den-Turm-Bild zu schiessen versuchen.
Mit Blick auf dem Turm habe ich Moritz die obligatorische Frage gestellt Wer hats kaputt gmacht? und die erwartete Antwort Der Moritz! bekommen. In diesem speziellen Fall muss ich ihn in Schutz nehmen. das hat ein Architekt schon vor einigen hundert Jahren vermasselt, da ist der kleine Chef mal ausnahmsweise völlig unschuldig
Von Moritz Papa um 21:05
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Dienstag, 18. September 2007
Fare lo shopping
Was macht man, wenn es zwar nicht gerade "brutto tempo" hat, aber das Wetter zu trübe und dunstig ist um an den Strand zu gehen? Ein Ausflug mit etwas Kultur wäre in Italien naheliegend, allerdings hat der kleine Chef noch eine längere Einkaufsliste zum Thema Kleidung für Herbst und Winter vorliegen. Also haben wir gestern alle zusammen das Opfer gebracht und sind zurück ins Designer-Outlet nach Serravalle Scrivia gefahren. Wie es sich für eine Shoppingtour gehört hat jeder was gefunden - bei 180 Läden eigentlich kein Wunder - und Moritz wie üblich die meisten Einkaufstüten abgesahnt.
Von Moritz Papa um 22:07
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Sonntag, 16. September 2007
Giocattolo
Der Zeitschriftenladen direkt am Ausgang des Hotels, der auch das unvermeidliche Strandspielzeug verkauft, hat es geradezu unmöglich gemacht, den Kauf derartiger Belustigungen zu vermeiden. Am dritten Tag habe ich ein Boot mit einem Elektroaussenbordmotor erstanden.
Der kleine Chef ist fast geplatzt vor Stolz, als es im seichtem Wasser im Kreis gefahren ist. Allerdings waren meine bescheidenen Italienischkenntnisse auch schwer strapaziert, die drängenden Ausleihwünsche (un attimo, solo un attimino per favooooooooooore) einiger Altersgenossen des kleinen Chefs zu verhandeln.
Fast noch mehr strapaziert war ich damit, das Boot zu bedienen und gleichzeitig den kleinen Chef so zu tragen, dass er immer den gewünschten Überblick hatte. Auf meine Frage, ob er sich nicht zwischendurch mal ins seichte Wasser stellen könnte, weil er doch auf Dauer etwas schwer sei fertigte er kurz ab. Bin net schwer, bin klein, bin erst zweieinhalb! Na Danke. Wenigstens hat mit der kleine Chef hinterher eine kleine Erfrischung gegönnt.
Von Moritz Papa um 22:08
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Carosello
Für die Abendunterhaltung des kleinen Chefs ist in vorblildlicher Weise gesorgt. Direkt vor dem Hotel steht ein Karussell zum Thema "Parigi Dakar". Moritz hat inzwischen alle verfügbaren Fahrzeuge ausgiebig getestet, auch wenn wir auf einer Beschränkung auf vier Fahrten pro Abend bestehen. Er bevorzugt eindeutig einen weissen Jeep und selbstverständlich das Feuerwehrfahrzeug (auch wenn mir neu war, dass Feuerwehrfahrzeuge an der Rally Paris-Dakar teilnehmen).
Freitag, 14. September 2007
Aperitivo
Der kleine Chef hat heute den Übergang vom Tag am Strand zum Abendessen auf sehr italienische Art begangen. Die beste Ehefrau von allen war früher ins Hotel zurückgekehrt, während wir noch etwas an unserer Sandburg gearbeitet haben. Trotz seiner Vorliebe für den Baumeister, hat das den kleinen Chef aber recht schnell gelangweilt.
Also haben wir uns in unserer Strandkabine umgezogen und sind in die Bar des Bagno zum Aperitivo gewechselt. Da Moritz noch nicht richtig an der Theke lehnen kann, hat er sich eben direkt auf den Tresen gesetzt. Er hat ein Sanbitter bekommen und ich einen Campari Soda. Als das übliche Knabberzeug kam, war er natürlich reichlich überrascht. Mann hat Chips bracht! Genüsslich haben wir unsere Aperitivi geschlürft und das Knabberzeug verputzt. Ich hatte den Eindruck, der kleine Chef könnte sich daran gewöhnen, den Tag so ausklingen zu lassen.
Von Moritz Papa um 22:16
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Spiaggia
Nach unserem ersten Badeversuch hat der kleine Cef inzwischen das Programm vervollständigt. Wir gehen erst langsam ins Wasser und spielen etwas Wellenhüpfen. Dann gehen wir bis etwa auf halben Weg zum Wellenbrecher, wo das Wasser am tiefsten - etwa anderthalb Meter - ist. Dort müssen mehrere Durchgänge "Karussell" absolviert werden, heisst der kleine Chef zählt bis drei Eins Zweeeiiii Dreeeiiiiiii und wird dann von mir im Kreis drehend durchs Wasser gewirbelt.
Wenn er davon genug hat gehen wir weiter bis kurz vor den Wellenbrecher, dort geht das Wasser bei Ebbe auch Moritz nur bis an die Oberschenkel. Den sandigen Untergrund findet er sehr bequem, wir gehen also zum Schmuuusi. Dort laufen wir etwas im Wasser herum und beobachten die kleinen Fische, die uns manchmal umkreisen.
Der abschließende Höhepunkt ist ein Besuch bei den Anglern auf dem Wellenbrecher. Ein echtes Abenteuer mit dem kleinen Chef auf den Felsen herumzuklettern und sich von den Spritzern der Brandung erfrischen zu lassen.
Der Rückweg verläuft nach dem gleichen Programm wie der Hinweg. Inzwischen ist der kleine Chef auch so vertraut mit dem Wasser, dass er ganz vorsichtig so weit geht, bis er den Grund nur noch mit den Zehenspitzen berührt und lässt sich etwas an seinen Schwimmflügeln treiben (selbstverständlich mit einem äußerst wachsamen Papa neben sich).
Die beste Ehefrau von allen findet unserer Wasserausflüge auch ganz erholsam, kann sie doch endlich auch mal ein paar Seiten lesen und etwas Urlaub von ihren Jungs geniessen.
Donnerstag, 13. September 2007
Mare Mare Mare
Gestern Nachmittag war es endlich soweit. Nachdem der kleine Chef den Sand um unsere Liegestühle fast komplett umgegraben hatte, war er bereit für sein ersten Band im Meer. Zuerst sind wir etwas am Strand entlanggelaufen und haben uns mit Wellenhüpfen begnügt. Als das langweilig wurde haben wir die Schwimmflügel umgeschnallt und haben uns zusammen "in die Fluten gestürzt". Das Wasser ist innerhalb des Wellenbrechers, der den Sandstrand schützt überall höchsten etwa einen Meter tief,
Moritz konnte also bequem auf dem Arm getragen werden. Erst die Zehenspitzen, dann bis zu den Knie bis wir uns dann ganz im warmen Wasser gesult haben, selbstverständlich einschließlich Hüpfn und Karussell, wie der kleine Chef es schon aus dem Pool kennt. Von seiner Angewohnheit Wasser zu schlucken konnte ich ihn allerdings nach einer kurzen Geschmacksprobe wieder abbringen. Schmeckt bääääääääääääää. Zum Abschluss haben wir uns noch einen dieser schönen grauschwarzen Steine mit weissen Streifen gesucht, die es hier überall am Strand gibt.
Mittwoch, 12. September 2007
Finalemente arrivato a Liguria
Endlich angekommen in Liguren. Gestern hatten wir eine wunderschöne Fahrt vom Lago Maggiore aus vorbei an goldglänzenden Reisfeldern der Po-Ebene und durch die ersten Hügel des Piemont bis zu einem Zwischenstopp in Serravalle in einem gigantischen Designer-Outlet. Von dort aus durch die Berge hinunter nach Genua und weiter die Küste entlang nach Moneglia.
Die Ankunft im Hotel war dann leider ein heftiger Schock. Das Hotel ist eigentlich ganz nett, wenn man davon absieht, dass es eben nicht direkt am Strand liegt, wie es im Katalog den Eindruck hatte. Weiter kein Problem, einhundert Meter zu Fuß bis zum Bagno ist ja keine Strecke. Das über einen Reiseveranstalter gebuchte Zimmer hat die beste Ehefrau von allen dann allerdings sehr treffend als dunkles Loch bezeichnet. Der Reiseveranstalter war natürlich keine große Hilfe, so etwas sollte man dann eben hinterher regeln. Wir sind jetzt auf eigenes Risiko erstmal in ein schönes Zimmer umgezogen. Wir lassen uns den Urlaub nicht vermiesen (hier darf sich jeder ein paar blumige italienische Schimpfwörter denken, c...... oder v........ zum Beispiel), der Ort ist wunderbar, das Bagno am Strand klasse und die Sonne scheint durchgehen bei 26 bis 30 Grad. Das Hotelzimmer brauchen wir eh nur zum Schlafen und vielleicht sollte der kleine Chef noch ein Eimerchen Sand in die Minibar kippen.
Nachtrag: Der Veranstalter, dessen Namen ich hier erstmal nicht nennen möchte, hat sich bereit erklärt die Hälfte des Aufpreises zu übernehmen, na immerhin etwas.
Montag, 10. September 2007
Schiffboot
Heute Vormittag haben wir auf Wunsch eines nur maessig ausgeschlafenen kleinen Chefs einen Ausflug mit dem Schiff nach Stresa gemacht. Endlich die erste Caffe-Bar (Akzente gibt es auf einer englischen Tatsatur wohl auch nicht) und den ersten Caffe in Italien.
Moritz war natuerlich mehr als begeistert vom Schiffboot fahrn. Die Unterbrechung fuer einen kleinen Rundgang auf der Isola dei Pescatori wurde dagegen nur zoegernd angenommen.
Siamo arrivato alla prima tappa
Hoffentlich gruselt sich jetzt niemand, der im Gegensatz zu mir wirklich Italienisch kann.
Wir sind gestern Abend an unserem Zwischenstop in Baveno am Lago Maggiore angekommen. Der kleine Chef war vorbildlich geduldig auf der doch recht langen Fahrt. Zur Belohnung haben wir alle drei noch einen Absacker an der Hotelbar genommen. Campari fuer (in diesem Hotel gibts nur PCs mit englischer Tastatur, keine Ahnung, wo da die Umlaute sein koennten) die Grossen, Pago Albicocca fuer den kleinen Chef.
Von Moritz Papa um 15:36
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Sonntag, 8. Juli 2007
Lernen für den nächsten Urlaub
Der kleine Chef verkündet zur Zeit bei jedem Spielzeugfahrzeug mit dem er durch die Gegend fährt, dass es nach Italien! fährt. Passend dazu bin ich bei Elsa auf den Hinweis zu einem Video gestossen, dass als Vorbildung für einen Urlaub in Italien durchaus lehrreich sein kann. Italian hand gestures explained (Contains explicit language ... Learn at your own risk!). Wunderbar!
Donnerstag, 10. Mai 2007
Urlaubsschnipsel
Vacanze al Lago di Como
Eis essen
Der kleine Chef sitzt auf meinen Schultern, wir sind auf dem Weg zur Piazza Duomo ein Eis essen, während die beste Ehefrau von allen, Tante Michi und Hartmut noch beim Mittagessen sind. Moritz findet es langweilig sitzen zu bleiben, wenn er satt ist und ich brauche dringend ein Pistazieneis. Nachdem ich ihn auf meine Schulter gehoben habe stelle ich die Routinefrage:
Moritz Papa: Alles OK da oben?
Moritz: Jjjjjjjjja!
Nach einigen Schritten kommt dann eine überraschende Frage zurück:
Moritz: Alles OK da unten?
Leider keine spontane Antwort von mir, ich war zu überrascht. Das gemeinsam verspeiste Pistazieneis hat aber wunderbar geschmeckt.
Spätzchen
Beim Frühstück im Innenhof des Hotels hat uns hartnäckig ein kleiner Spatz umschwirrt und sich mit kleinen Brotstückchen versorgen lassen. Der keine Chef war natürlich ganz fasziniert davon, ihm diese Brotstückchen zuzuwerfen. Leider konnten wir ihn nicht davon überzeugen, dass es eine ungeeignete Methode ist durch lautes Hallo Spätzchen-Gebrüll zu versuchen kleine Vögel anzulocken.
Schnute
Bei mehreren Personen am Frühstückstisch konnte es natürlich mal vorkommen, dass der kleine Chef von zwei Seiten gleichzeitig was zu essen angeboten bekam. Er hat sich dann darauf verlegt seine Ablehnung mancher Angebote mit einem lapidaren und entsprechend schwer verständlichen Nö Schnute voll zu verkünden.
Heimreise mit Zwischenstop
Vacanze al Lago di Como - Dienstag
Am Dienstagvormittag war der Kurzurlaub am Comer See leider schon zu Ende. Nach einem Abschiedbesuch in der Lieblingspasticceria haben wir uns auf den Heimweg gemacht.
Nach wenigen Kilometern, noch vor der Grenze in die Schweiz, haben wir noch den schon bei den Anreise eingeplanten Kurzbesuch im Bennet Ipermercato absolviert. Der Rücksitz neben dem kleinen Chef war einfach zu leer, da mussten ein paar Tüten hin. Also haben wir jede Menge ganz normaler Sachen gekauft, die es zu Hause entweder garnicht oder nur mit exorbitantem Italienzuschlag zu kaufen gibt.
Die eigentliche Rückfahrt verlief genauso problemlos wie die Anreise, natürlich war wieder an jeder Ecke ein groooosser Kraan zu sehen . Gut zu wissen, dass der kleine Chef halbwegs autoreistauglich ist, das verlangt nach Wiederholung.
Mittwoch, 9. Mai 2007
Zu Wasser und zu Lande
Vacanze al Lago di Come - Montag
Der Montag stand ganz im Zeichen verschiedener Abenteuer. Schon um acht Uhr hatte es Hartmut tatsächlich geschafft mich zum Joggen zu überreden. Ein kleiner Lauf vom Hotel zum Tempio Voltiano und über die Hafenmole war genau das Richtige nach dem guten Essen der vergangenen Tage.
Die wirklichen Abenteuer für den kleinen Chef waren dann für den Nachmittag eingeplant. Das erste war eine Fahrt mit dem Fischboot nach Cernobbio. Auf der Hinfahrt war es noch der gleiche Schiffstyp wie am Lago Maggiore, aber auf der Rückfahrt sind wir dann mit dem kleinsten Boot gefahren, das die Navigazione Laghi im Einsatz haben.
Gerade mal 100 Leute haben Platz. Es hat kräftig geschaukelt und der Fahrtwind hat Moritz um die Nase geweht.
Zurück in Como sind wir direkt im Anschluß hinüber zur Talstation der Funicolare gegangen zum nächsten Abenteuer. Zug faahrn Zug faahrn. Die Begeisterung des kleinen Chefs kannte keine Grenzen. Als wir in Brunate angekommen waren und nicht sofort zurückfahren wollten hat er kurzzeitig die Contenance verloren.
Erst als wir zur Rückfahrt wieder in die Seilbahn eingestiegen waren, war die Begeisterung zurück. Zurück in der Talstation in Como saß der kleine Chef auf meinen Schulter und sagte ganz zufrieden nur noch Moritz iss Zug gfahren Moritz iss Zug gfahren.
Am Abend haben wir den Geburtstag von Hartmut mit einem ausgiebigen Abendessen im Restaurant vom Samstag gefeiert und den Tag angemessen beendet.
Dienstag, 8. Mai 2007
Kapputschiiino
Vacanze al Lago di Como - Sonntagabend
Der Versuch eine Pizzeria zu finden, die schon um achzehn Uhr bereit war dem kleinen Chef eine Pizza anzubieten war etwas schwierig, aber am Ende doch von Erfolg gekrönt. Zugegeben, achzehn Uhr ist in Italien eine eher absurde Zeit für das Abendessen, aber es war dringend notwendig, dass Moritz mal etwas früher ins Bett kommt. Der kleine Chef hat mit seinem Charme und dem hartnäckig geäusserten Wunsch nach Kapputschiiino den Chef der Pizzeria schnell auf seine Seite gebracht. Bei jedem Besuch an unserem Tisch hat Moritz seinen Wunsch mit einem breiten Grinsen wiederholt, bis er schliesslich zum Nachtisch eine große Tasse Milchschaum bekommen hat. Alles in Allem hervorragende Pizza, wunderbarer Nachtisch und viel Spaß für uns.
Weniger angenehm für Gäste und Personal war eine Horde Gruppe Russen, die offenbar mit dem Vorsatz angereist war, alle negativen Klischees zu bestätigen, die so im Umlauf sind. Die Kellner wurden alle paar Minuten mit einem lauten Chääää! an den Tisch kommandiert, um dann Bestellungen wie We want WINE and taste yourrr cheeeeese entgegen zu nehmen. Die Frage des Kellners, ob auch Wasser gewünscht sie, wurde nur aggressiv mit WE WANT WINE! kommentiert. Erfreulicherweise war der Spuk nach einer dreiviertel Stunde Geknabber der Damen an etwas Mozzarella und drei Flaschen of this Rrrossso di Montschepultano whatever! für alle überstanden.


















